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Cap Formentor

Eingefahren:
06. 2015
Kilometer:
104.00
Höhenmeter:
1715.00
GPX-Track
  • Rennradtour, Mallorca, Cap de Formentor
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Nach dieser Runde kann keiner mehr sagen, dass Mallorca nicht ein Rennradparadies ist. Das Cap Formentor ist halt auch nicht umsonst für seine landschaftliche Schönheit bekannt. Allein ist man hier nicht, aber wenn man erst gegen Abend aufs Cap fährt, ist zumindest eine Richtung relativ verkehrsarm. Eine Runde, die sich keiner entgehen lassen sollte.

Damit die Runde auch sicher die 100er Marke knackt, was mich immer noch gleich freut wie zu Beginn meiner Rennrad"karriere", macht sich ein kleiner Umweg auf dem Weg nach Port de Polenca, dem Beginn des Caps, bezahlt. 

Auf der unter der Woche vor allem auch von Lastwagen gut befahrenen MA-3433 geht es zehn Kilometer nach Sa Pobla. Ab Sa Pobla lässt der Verkehr deutlich nach und auf der MA-3421 geht es in Richtung der Berge. Nach Überqueren der vierspurigen Schnellstraße ist dieser erste, nicht so reizvolle Teil auch schon vorbei und der Rest der Runde sucht seinesgleichen. Da nimmt man diese 14 Kilometer gerne in Kauf.

Am Fuss der Berge fährt man durch ein verstecktes Tal mit einigen Fincas Richtung Nordosten, andere Verkehrsteilnehmer begegnen einem nur ganz vereinzelt. Die Straße mündet nach einiger Zeit in die MA-2200, der man zwei Kilometer Richtung Norden folgt. Bei einem Golfplatz biegt man wieder rechts ab und auf sehr kurzweiligen kleinen Straßen fährt man auf die Bucht von Polenca zu. Immer wieder hat man einen schönen Blick auf die schroffen Berge des Caps und den Talaia d’Albercutx, den Wachturm, den man von weitem sieht und auf den es natürlich bald hinaufgeht.

Kurz vor Port de Polenca trifft man wieder auf die MA-2200, und kaum hat man den geschäftigen Ort passiert, beginnt die Steigung. Mit moderater Steigung immer deutlich unter 10% geht es 3,5 Kilometer hinauf bis zu einem ersten Aussichtspunkt, dem Mirador de Mal Pas.

Am besten, man nimmt die Fleissaufgabe, die Auffahrt zum Leuchtturm Talaia d’Albercutx, gleich jetzt in Angriff. Die Straße zweigt unmittelbar hier am Sattel rechts ab und dieser Abstecher lohnt sich allemal. Deutlich steiler und mit deutlich schlechterem Straßenbelag geht es 2,5 Kilometer bis zum Ende der Straße einige Meter unterhalb des höchsten Punktes mit dem Leuchtturm. Entweder barfuß oder mit Rennradschuhen sollte man sich die wenigen Meter zum Turm hinauf kämpfen, ein herrliches Panorama weit über die Insel entschädigt einen dafür. Dann geht es erst einmal sechs Kilometer bergab, ein wahres Vergnügen mit immer wieder herrlichen Tiefblicken auf das Meer.

Am tiefsten Punkt zweigt die Straße zum Platja de Formentor ab, einem einst exklusiven Privatstrand, wo in einem Luxushotel schon Charlie Chaplin und Winston Churchill residierten. Ganz so mondän ist es jetzt nicht mehr und um jeden Preis muss man diesen Abstecher nicht machen. Der Blick von oben ist da wesentlich schöner. 

Wieder auf der Hauptstraße geht es mit moderater Steigung auf einer langen Geraden durch das Halbinsel-Innere. Nach einiger Zeit wird es wieder etwas steiler, man sieht das Meer wieder, passiert ein Tunnel und in ständigem Auf und Ab geht es bis zum Leuchtturm am Cap, dem nördlichsten Punkt Mallorcas. Insgesamt sind es 18 Kilometer von Port de Polenca bis hierher, die beiden Abstecher nicht mit eingerechnet. 

Der Rückweg nach Port de Polenca ist deutlich einfacher und schneller zurückgelegt als der Hinweg. In Port de Polenca verläßt man am Ende des Ortes die große Strasse wieder und auf netten Straßen erreicht man Port d’Alcudia und die Küstenpromenade. Mit stolz geschwellter Brust erreicht man den Ausgangspunkt: eine herrliche Tour!

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Platja de Muro - Sa Pobla - Port de Pollenca - Talaia d’Albercutx - Cap Formentor - Port de Pollenca - Platja de Muro